21. Februar 2013

Konfliktbarometer 2012 registriert weniger Kriege, aber mehr hochgewaltsame Konflikte

Die Welt ist nicht friedlicher geworden.

Diese Bilanz zieht das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung für 2012. Im "Konfliktbarometer" für das vergangene Jahr zählen die Wissenschaftler zwar zwei Kriege weniger auf als noch im Vorjahr, nämlich 18. Dafür sei die Zahl der hochgewaltsamen Konflikte aber um fünf auf 43 gestiegen.

Am dramatischsten verlief demnach der Krieg in Syrien mit schätzungsweise 55.000 Toten und bis zu 2,8 Millionen Flüchtlingen. Der konfliktreichste Kontinent war aber Afrika - mit Kriegen unter anderem in Mali, Nigeria und der Demokratischen Republik Kongo. Außerdem registrierten die Heidelberger Wissenschaftler zum ersten Mal seit vier Jahren wieder einen zwischenstaatlichen Konflikt: den zwischen Sudan und Südsudan.

Aber auch Europa kommt im Konfliktbarometer vor. In Griechenland und Rumänien zum Beispiel führe die Wirtschafts- und Finanzkrise zu gewaltsamen Konflikten mit der Opposition und zu Staatskrisen.

http://www.hiik.de/de/konfliktbarometer/pdf/ConflictBarometer_2012.pdf

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)