21. Februar 2013
Wie das Erbmolekül DNA entstanden ist, wissen Forscher immer noch nicht genau.
Schon lange wurde vermutet, dass es sich aus der RNA entwickelt hat, einem ähnlich aufgebauten Biomolekül. Aber dabei gibt es ein Problem: Die einzelnen Bauteile der RNA verbinden sich nicht spontan miteinander, wenn sie in einer Lösung aufeinander treffen. US-Wissenschaftler gingen deshalb einer neuen Theorie nach, laut der die ersten RNA-Moleküle etwas anders aufgebaut waren als die, die es heute noch gibt. Sie testeten unterschiedliche Kandidaten und fanden schließlich RNA-Bausteine, die Verbindungen miteinander eingingen und sogar lange Ketten ausbildeten. Aus so einer RNA habe sich wahrscheinlich vor langer Zeit die spätere DNA entwickelt. Im Laufe der Evolution seien dann die einzelnen Teile des Moleküls nacheinander ausgetauscht worden. Einer der Wissenschaftler verwendete dafür eine Metapher: Wenn man bei einer Axt zunächst den Stiel wechselt, und später die Klinge, hat man zwar immer noch eine Axt - aber eben eine ganz andere.
Hier der Link zur Studie im Journal of The American Chemical Society
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)