21. Februar 2013

Russische Kleinstadt hofft auf Meteoriten-Tourismus

Aus Schaden kann man auch reich werden.

Das hofft zumindest eine russische Kleinstadt in der Nähe von Tscheljabinsk. In der Umgebung von Tschebarkul waren vergangene Woche Meteoritentrümmer vom Himmel gefallen. Der Bürgermeister hat die Einwohner aufgerufen, sich Gedanken zu machen, wie man Touristen anlocken könne. Der regionale Kulturminister sagte: "Es wäre eine Sünde, diese Gelegenheit nicht zu nutzen."

Das Interesse ist jedenfalls da. Die Deutsche Presse-Agentur berichtet, Reiseveranstalter könnten sich vor Anfragen aus aller Welt kaum retten. Das Problem ist nur: Tschebarkul hat kein geeignetes Hotel, und auch die Straßen wären dem Ansturm nicht gewachsen. Das will die lokale Regierung nun ändern.

Bedenkenträger gibt es allerdings auch: Astronomen befürchten, dass Touristen Meteoriten-Fragmente stehlen könnten. Und Umweltschützer sehen Probleme fürs Trinkwasser. Es stammt aus einem See, in den der Kern des Meteoriten gestürzt sein soll. Und ausgerechnet darauf sollen künftig Bootsfahrten stattfinden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)