21. Februar 2013

Hintergrund: So wirkt die "Pille danach"

Vergewaltigte Frauen dürfen jetzt auch in katholischen Krankenhäusern die "Pille danach" verabreicht bekommen.

Denn die Bischöfe haben sich schlau gemacht und erfahren, dass es sich nicht um eine Abtreibungspille handelt. Tatsächlich verzögert oder unterdrückt die "Pille danach" nur den Eisprung. Eine befruchtete Eizelle abstoßen kann sie nicht.

Zwei Präparate sind in Deutschland zugelassen: Pidana enthält den Wirkstoff Levonorgestrel, ellaOne den Wirkstoff Ulipristalacetat. Wichtig ist bei beiden, dass sie so schnell wie möglich eingenommen werden, spätestens drei beziehungsweise fünf Tage nach dem Geschlechtsverkehr. Nur dann lässt sich der Eisprung noch verhindern oder verzögern, so dass es nicht zur Befruchtung kommt.

Die Hormondosis beträgt ein Vielfaches der Tagesdosis einer Anti-Baby-Pille. Deshalb kann es zu schweren Nebenwirkungen kommen: etwa zu Blutungen, Erbrechen, Schwindel und Schmerzen im Unterbauch.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)