22. Februar 2013

HIV-Infektion: Studie belegt positive Effekte moderner Kombi-Therapie in Afrika

Alles spricht dafür, noch mehr HIV-Infizierte in Afrika mit der antiviralen Kombinationstherapie zu behandeln.

Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universität KwaZulu-Natal, nachdem sie ein Dorf in der ländlichen Region Südafrikas jahrelang begleitet haben. 2004 wurde dort die Behandlung mit ART ausgeweitet - einer Therapie, die mehrere Medikamente kombiniert, Infektionssymptome lindert und das Immunsystem der HIV-Positiven stärkt.

Das Ergebnis steht nun im Journal "Science": Die Lebenserwartung der Infizierten stieg demnach durch ART um mehr als elf Jahre. Und das Risiko, dass sich weitere Dorfbewohner mit dem HI-Virus infizierten, sank um 38 Prozent.

Doch die Ausweitung der Kombinationstherapie hat sich nach Ansicht der Wissenschaftler auch aus volkswirtschaftlicher Sicht gelohnt. Zwar seien die Kosten für die Behandlung hoch gewesen. Noch teurer wäre es aber geworden, wenn die HIV-Infizierten gestorben wären. Dann nämlich hätte der Staat nicht nur ihre Arbeitskraft verloren, sondern auch noch die Witwen und Waisen unterstützen müssen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)