22. Februar 2013
Papier wird zum Hightech-Werkstoff.
Forscher aus Potsdam haben eine Methode entwickelt, mit der sich auf einfache Weise aus Papier elektrisch leitende Strukturen erzeugen lassen. Das Verfahren beschreiben sie im Fachmagazin Angewandte Chemie. Mit einem gewöhnlichen Tintenstrahldrucker drucken sie demnach die Lösung eines Katalysators aus Eisen-Nitrat auf das Papier. Erhitzt man den Katalysator anschließend, wandelt er sich in leitfähiges Graphit. So könnten künftig auf einfache Weise flexible und ultradünne Elektronikbauteile hergestellt werden.
Die Potsdamer Forscher räumen ein, dass weltweit zwar schon zahlreiche Forscher erfolgreich solche flexiblen Chips entwickelt haben. Sie setzten aber fast immer auf Kunststoffe und organische Moleküle. Diese seien hitzeempfindlich, schreiben die Wissenschaftler. Ihre Elektronik halte dagegen selbst Temperaturen von 800 Grad Celsius aus.
Die Methode könnte für die Herstellung flexibler Bildschirme verwendet werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)