22. Februar 2013

US-Forscher senden künstliches Signal an Fresszellen

Friss mich nicht!

Dieses Signal haben US-Forscher in Form eines Proteins künstlich hergestellt und an Fresszellen geschickt. Sie konnten damit verhindern, dass kleine Fremdkörper von den Fresszellen vernichtet wurden. Fresszellen gehören zur körpereigenen Abwehr und sorgen dafür, dass schädliche Eindringlinge zerstört werden - z.B. Staub, Splitter oder auch Krankheitserreger wie Viren und Bakterien. Damit das Immunsystem aber zwischen "Gut" und "Böse" unterscheiden kann, sind die eigenen Zellen durch ein bestimmtes Protein geschützt, das die Fresszellen am Angriff hindert.

Im Fachmagazin "Science" berichten die Forscher, es sei ihnen gelungen, dieses "Friss-mich-nicht"-Protein zu imitieren. Im Tierversuch stellten sie fest, dass fremde, mit dem künstlichen Protein ausgestattete Partikel geschützt waren. Trugen sie das Signalmolekül nicht, wurden sie von den Fresszellen angegriffen.

Die Forscher sehen eine Vielzahl möglicher Anwendungen, etwa für Medikamente oder Implantate wie Herzschrittmacher.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)