22. Februar 2013

Rolle des Sports in der DDR zu wenig untersucht

Bei der Aufarbeitung der DDR-Diktatur ist der Sport weitgehend vergessen worden.

Zu diesem Schluss kommt die Sporthistorikerin Jutta Braun von der Universität Potsdam. In ihrer Studie hat sie sich vor allem auf Brandenburg konzentriert. Weder die Politiker noch Vertreter von Sport-Institutionen hätten das Thema bislang aktiv hinterfragt - trotz der großen gesellschaftlichen Bedeutung des Sports in der DDR.

Laut der Historikerin sind die Seilschaften des DDR-Leistungssports nach der Wende in Brandenburg bestehengeblieben. Der erste Präsident des Landessportbundes sei zum Beispiel ein Stasi-Funktionär gewesen. Außerdem habe sich das Modell der Sport-Eliteschulen nach ein paar Jahren wieder etabliert - mit den gleichen pädagogischen Elementen wie in der DDR.

Die Ergebnisse von Jutta Braun werden heute im Brandenburger Landtag diskutiert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)