22. Februar 2013
In Neukölln muss jeden Monat eine neue Schulklasse für Roma-Kinder aus Rumänien und Bulgarien aufmachen.
So beschreibt die Bezirksstadträtin Franziska Giffey die Situation in dem Berliner Stadtteil. Die SPD-Politikerin sagte im "Deutschlandradio Kultur", die Politik müsse mehr Geld für die Bildung von Roma-Kindern bereitstellen. In den vergangenen Jahren seien mehr als 10.000 Roma nach Neukölln gekommen. Viele Kinder hätten mit zwölf Jahren noch keine Schule besucht. Dementsprechend könnten sie weder lesen noch schreiben.
Giffey sagte, beim Berliner Senat sei zwar eine Bereitschaft zu erkennen, das Problem anzugehen. Es gebe aber bei weitem nicht die Mittel, um die Roma-Kinder ausreichend zu fördern. Außerdem akzeptierten viele Anwohner nicht, dass Menschen aus armen EU-Ländern das Recht hätten, sich in Deutschland aufzuhalten.
Das Interview im "Deutschlandradio Kultur" könnt ihr hier nachlesen und nachhören.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)