22. Februar 2013

Gouvernance Report in Berlin vorgestellt

Warum dauert es immer so lange, bis sich auf politischer Ebene international was tut?

Dieser Frage sind Wissenschaftler an der Hertie School of Gouvernance nachgegangen. Sie haben verschiedene Regierungssysteme analysiert und ihre Ergebnisse heute in Berlin vorgestellt.

Ein wichtiger Schluss ist, dass die Staaten immer stärker voneinander abhängig werden, dabei aber weiter an ihren alten Regierungsstrategien festhalten. Die gehören den Forschern zufolge aber in eine Zeit, in der die einzelnen Staaten souveräner waren. Als Beispiel nennen sie die Finanzkrisen: Die breiten sich viel schneller und stärker als früher über Grenzen hinweg aus. Die Wirtschaftspolitik bleibt aber weitgehend Sache der Einzelstaaten.

Nach Meinung der Wissenschaftler sollte eine UNO-Kommission festlegen, wie staatliche Souveränität heute definiert werden kann.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)