22. Februar 2013

Zungensensor soll Blinden als Kompass dienen

Bei Blinden funktionieren die Augen zwar nicht richtig, die Zunge aber schon.

Forscher des MIT in den USA haben eine Art Kompass für Blinde entwickelt, der auf der Zunge sitzt. Der Nachrichtendienst "pressetext" berichtet, es handele sich um einen Prozessor, der Signale von einem GPS-Gerät aufnehmen weiterleiten könne. Auf der Zungenspitze fühle sich das an wie ein Kribbeln. Sehbehinderten könnten so Richtungssignale gesendet werden.

Bis jetzt funktioniert der Zungen-Kompass nur mit Kabeln. Die Forscher arbeiten aber an einer kabellosen Variante.

Blinde nutzen ihre Zunge ohnehin schon, um sich in Räumen zu orientieren. Um Hindernisse zu erkennen, schnalzen sie zum Beispiel mit der Zunge. Wenn ein Echo zurückkommt, wissen sie, dass etwas im Weg ist.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)