25. Februar 2013
In den Ozeanen gibt es wahrscheinlich mehr Mikrokontinente als bisher gedacht.
Diese Vermutung legt eine Studie von Geowissenschaftlern aus Norwegen, Südafrika, Großbritannien und Deutschland nahe. Mikrokontinente sind Fragmente, die beim Auseinanderbrechen am Rand von Landmassen entstehen. Ein bekanntes Beispiel sind die Seychellen.
In der Fachzeitschrift "Nature Geoscience" berichten die Forscher von den Ergebnissen ihrer Untersuchung von Lava-Sandkörnern vom Strand von Mauritius sowie einer Neuberechnung der Plattentektonik. Demnach enthalten die Lava-Sandkörner 660 bis 1.970 Millionen Jahre alte Zirkone. Diese Halbedelsteine seien ein Beleg für das Kontinent-Fragment Mauritia, das unter den Inseln Reunion und Mauritius im Indischen Ozean liege. Es müsse sich vor ca. 60 Millionen Jahren beim Auseinanderdriften von Madagaskar und Indien gelöst haben. Seitdem sei es unter gigantischen Lavamassen versteckt gewesen und deshalb nicht entdeckt worden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)