26. Februar 2013
Die deutsche Sprache steht weiter auf dem Prüfstand.
Nun geht es um die Mohrenköpfle. In Tübingen gab es Streit, weil ein Konditor eine Süßspeise so genannt hatte. In der "Tageszeitung" meldet sich Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer zu Wort. Der Begriff sei nicht rassistisch, so der Grünen-Politiker. Schließlich habe er für viele, die ihn verwendeten, keine rassistiche Bedeutung. Man müsse auch berücksichtigen, wie Begriffe gemeint seien. Palmer sagt in dem Interview, Rassismus sei ein harter Vorwurf. Er denke dabei an Mengele, den NS-Arzt. Eine Diskussion um Begriffe wie "Mohrenköpfle" bagatellisiere Rassismus und lenke von gravierenden Problemen ab, wie etwa Polizeikontrollen nach Hautfarbe. Trotzdem empfiehlt der Grünen-Politiker den Begriff "Mohrenköpfle" nicht zu verwenden, weil sich manche Menschen dadurch verletzt fühlten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)