26. Februar 2013

Eier-Betrug: Bio-Branche ist für investigativere Kontrollen

Wer Bio-Eier kauft, geht davon aus, dass sie von Hühnern kommen, die artgerecht leben.

Das war aber offenbar bei rund 150 Erzeugerbetrieben in Niedersachsen nicht der Fall. Felix zu Löwenstein vom Bund ökologischer Lebensmittelwirtschaft, dem Dachverband der Bio-Unternehmen, gibt zu, dass die Kontrollen versagt haben. Im Deutschlandfunk warnte er aber vor zu schnellen Schlüssen. Der Vorwurf, es werde zu wenig kontrolliert, stimme nicht. Große Betriebe würden vier Mal im Jahr überprüft, drei Mal davon unangekündigt. Die Kontrollverfahren an sich aber müssten überarbeitet werden, so zu Löwenstein. Sie müssten investigativer werden. Sich in die Herde stellen und Hühner zählen, das funktioniere nicht. Kontrolleure müssten Daten, zum Beispiel über Futtermengen, genauer analysieren. Dadurch könnten sie Hinweise darauf finden, wie viele Tiere ein Betrieb hält.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)