26. Februar 2013

FAZ: Ex-Hochspringerin Meike Kröger über Leistungssport

Nach Ansicht von Meike Kröger begünstigt der Druck im Leistungssport Krankheiten wie Depressionen.

In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" spricht die ehemalige Hochspringerin über ihre Sicht der Dinge. Wenn man viel investiere, erwarte man, dass viel dabei herauskomme. So sei der Sport bei ihr immer mehr in den Lebensmittelpunkt geraten. Doch für die 26-Jährige ist klar: So funktioniert Leistungssport nicht. Das Ergebnis werde nicht automatisch besser, je mehr man investiere. Dass sie versucht habe, den Spitzensport mit einem Architekturstudium zu verbinden, sei zum Scheitern verurteilt gewesen.

In der vergangenen Woche hatte die Deutsche Sporthilfe die Ergebnisse einer anonymen Umfrage unter Spitzensportlern veröffentlicht. Sie hatte unter anderem ergeben, dass fast jeder dritte Spitzensportler in Deutschland unter psychischen Problemen leidet.

Kröger sagte, sie spreche nur über ihre Depression, weil ihr Ausscheiden aus dem Sport durch einen irreparablen Knorpelschaden definitiv sei. Würde sie ein Comeback planen, würde sie sich mit einer solchen Offenheit angreifbar machen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)