27. Februar 2013
Mit Kunst das große Geld machen.
Das stellt sich das Rotterdamer Wereldmuseum für Völkerkunde vor.
Wegen der knappen öffentlichen Kassen, plant das Museum den Verkauf der kompletten Afrika-Sammlung. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, geht es um 10.000 Objekte, zusammengetragen in 130 Jahren, unter anderem aus West-Ghana, Liberia oder Nigeria. In Zukunft will sich das Museum auf Ozeanien und Asien konzentrieren.
Als Erlös erhoffen sich die Verantwortlichen eine Summe zwischen 70 und 110 Millionen Euro. Das soll das Völkerkundemuseum in Rotterdam für längere Zeit unabhängig von staatlichen Subventionen machen. Doch laut "SZ" gibt es Kritik, unter anderem von der Vereinigung der Direktoren europäischer Völkerkundemuseen und der panafrikanischen Museumsorganisation Africom. Ob der Verkauf stattfinden kann, entscheidet letztlich die Stadt Rotterdam.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)