27. Februar 2013
Ein bisschen Psychopath ist okay.
So liest sich das Ergebnis einer aktuellen Studie, die im Fachjournal Proceedings of the Royal Society B erschienen ist. Demnach haben psychopathische Merkmale wahrscheinlich eine evolutionäre Berechtigung. Wenn sie nur mild ausgeprägt seien, könnten sie für Betroffene von Vorteil sein.
Die Forscher prüften ihre These anhand eines Experiments mit 105 Studenten. Zuerst haben die Studenten zehn Minuten miteinander gesprochen, dann spielten sie unangekündigt ein Spiel. Wer sich dabei besonders egoistisch verhielt, hatte am Ende die meisten Punkte. Nach dem Spiel wurden die Probanden auf psychopathische Merkmale untersucht. Dazu zählen Gleichgültigkeit, das Streben nach Macht, Unaufrichtigkeit und mangelnde Bescheidenheit.
Das Ergebnis: Spieler, die im Test viele Punkte holten, weil sie rational abwägten, wiesen gleichzeitig eine milde Form der Psychopathie auf. Laut den Forschern liefert ihre Untersuchung erstmals eine Erklärung, weshalb Psychopathie ein Teil der Evolution sein könne.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)