28. Februar 2013

Psychische Erkrankungen: Großstudie identifiziert Gen-Abweichungen

Ihre Ergebnisse sollen künftig bei der Diagnose psychischer Erkrankungen helfen:

US-Wissenschaftler haben das Erbgut von mehr als 33.000 Patienten untersucht, die entweder an Autismus, dem Aufmerksamkeits-Defizitsyndrom ADHS, bipolaren Störungen, schwerer Depression oder Schizophrenie leiden. Die Daten verglichen sie dann mit denen von knapp 28.000 Menschen ohne psychische Erkrankung. Das Ergebnis stellen die Forscher in der Fachzeitschrift "The Lancet" vor. Demnach haben alle Patienten mit den Erkrankungen gemeinsame Gen-Abweichungen - und zwar hatten alle Anomalien an den Chromosomen zwei und zehn. Außerdem gab es auch an zwei Genen Defekte, die die Zufuhr von Kalzium in Gehirnzellen regeln.

Die Studie ist die bislang größte dieser Art. Laut den Forschern können die Gendefekte allein nicht die Krankheiten oder die unterschiedlichen Symptome erklären. Aber sie könnten künftig die Diagnose erleichtern.

Es sei allerdings nur das Erbgut von Patienten europäischer Abstammung untersucht worden, die Ergebnisse bei Analysen von Patienten anderer Herkunft könnten unterschiedlich ausfallen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)