28. Februar 2013
Im Rückspiegel blicken wir heute auf die Zeit, in der Deutschland viele seiner Intellektuellen verlor.
Vor 80 Jahren - in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1933 brannte der Reichstag in Berlin. Daraufhin wurden die Grundrechte der Weimarer Verfassung von den Nationalsozialisten quasi außer Kraft gesetzt. Am Tag nach dem Brand verließ deshalb der Schriftsteller Bertolt Brecht Deutschland. Ihm folgten andere Künstler und Wissenschaftler ins Exil.
Brecht hatte zuvor in seinen Texten beschrieben, wie ein Deutschland unter Adolf Hitler aussehen würde - und, dass ein Pazifist und Kommunist wie er dann um sein Leben fürchten müsste. Seine Flucht führte ihn über Prag, Wien und Zürich, später nach Dänemark, Schweden und Finnland bis in die USA.
Ihm folgten Schriftsteller wie Thomas Mann und Erich Maria Remarque, Wissenschaftler wie Albert Einstein und bekannte Musiker. Der Schriftsteller Carl von Ossietzky dagegen blieb - und wurde im KZ ermordet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)