28. Februar 2013
Indien "entdeckt" Afrika und Lateinamerika.
Das ist der Titel einer Analyse des Hamburger GIGA-Instituts. Demnach hat das Land seine Außenpolitik in den vergangenen 20 Jahren globaler ausgerichtet. Nachdem der Schwerpunkt lange auf Südost- und Ostasien lag, rücken mittlerweile auch Afrika und Lateinamerika in den Fokus. Die treibenden Kräfte dahinter sind den Politologinnen zufolge zum Einen die wirtschaftlichen Interessen: Vor allem Südamerika wird als Absatzmarkt für indische Waren gesehen und als Investitionsstandort genutzt.
Ein weiterer Grund sei der Wille Indiens, zur Großmacht aufzusteigen. Ein Beispiel sei die Teilnahme indischer Soldaten an UNO-Friedensmissionen. Dadurch signalisiere die indische Regierung der internationalen Gemeinschaft seine Bereitschaft, als verantwortungsvolle (potenzielle) Großmacht zu handeln.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)