28. Februar 2013

Schwanzauge bei Kaulquappe

Eine Kaulquappe mit Rückspiegel.

Dieses Wesen erschufen US-Forscher der Tufts University im US-Bundesstaat Massachusetts. Die Wissenschaftler entfernten einem Froschembryo die Zellen, aus denen sich die Augen entwickeln und transplantierten sie an den Schwanz des Tieres. Das Ergebnis: Die Nervenzellen der Augen wuchsen einfach weiter, verknüpften sich mit dem Rückenmark und funktionierten ganz normal. Die Kaulquappen konnten mit ihrem "Schwanzauge" eindeutig Lichtreize wahrnehmen. Für die US-Forscher sind die Ergebnisse ein Beleg für die Anpassungsfähigkeit von Nervenzellen. Sie könnten in der Zukunft helfen, einen Behandlungsweg zu finden, mit dem sich beispielsweise zerstörte Sehnerven reparieren lassen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)