28. Februar 2013

Fossiles Rätsel gelöst: Ur-Fisch hatte eine Art Säge im Mund

Ein circa 270 Millionen Jahre altes Fossil hat Forscher über ein Jahrhundert lang rätseln lassen.

Damals wurden versteinerte Spiralen gefunden, die offenbar eine Art Zähne zeigten. Relativ schnell konnte geklärt werden, dass das Fossil ein Abbild der urzeitlichen Fischgattung "Helicoprion" ist. Es blieb aber unklar, wo genau diese Spiralstruktur hingehörte und wofür sie nützlich sein sollte.

Der Fund eines neuen Fossils aus Idaho half bei des Rätsels Lösung. Biologen der Idaho State University untersuchten das Fundstück mittels Computertomografie. Das Ergebnis: Der Ur-Fisch hatte wohl eine Art Kreissäge im hinteren Teil des Rachens. Die war wiederum mit dem Unterkiefer verbunden. Laut den Forschern nutzten die Fische das Sägewerkzeug aber nicht zur Jagd, sondern wahrscheinlich zum Zermahlen ihrer Beute.

Die US-Wissenschaftler berichten über ihre Erkenntnisse im Fachblatt "Biology Letters". Dort sind auch Bilder des Fisches samt "Sägeblatt" zu sehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)