28. Februar 2013

Viren: Forscher berichten von kleinerer Ansteckungsgefahr bei höherer Luftfeuchtigkeit

Wer die Grippe-Impfung verpasst hat, kann sich vielleicht noch schnell einen Luftbefeuchter besorgen.

Laut den Ergebnissen von US-Forschern, die sie im Fachmagazin "PLOS ONE" veröffentlichten, sind Viren nämlich ab einer Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent deutlich weniger ansteckend.

Die Forscher setzten eine hustende und eine atmende Modellpuppe zwei Metern voneinander entfernt in einen rund neun Quadratmeter großen Raum. Dann maßen sie die Größe der Luftpartikel, die bei der atmenden Puppe ankamen und bestimmten die Menge der Viren, die daran hingen. Außerdem stellten sie fest, wie ansteckend die Viren waren. Das Experiment wurde für Luftfeuchten zwischen sieben und 73 Prozent durchgeführt.

Das Ergebnis: Mit steigender Luftfeuchtigkeit sank die Ansteckungskraft der Viren in allen Luftpartikeln. Bei 45 Prozent Feuchtigkeit war nach 15 Minuten nur noch rund die Hälfte der Viren ansteckend. Die Forscher schließen aus ihren Beobachtungen, dass Krankenhäuser und Arztpraxen so konzipiert werden sollten, dass hohe Luftfeuchtigkeit möglich wird. So könnten Patienten und Angestellte besser vor Viren geschützt werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)