28. Februar 2013

Forscher über Fußball: Kopfbälle machen doof!

Vielleicht hat man es geahnt - Forscher aus Texas liefern jetzt nach eigenen Angaben den Nachweis: Kopfbälle können bei Fußballspielern dauerhafte Hirnschäden verursachen.

Von anderen Sportarten wie American Football, Boxen oder Hockey war bereits bekannt, dass kleine Verletzungen des Kopfes zu dauerhaften Schäden führen können. Im Fachblatt "Plos One" schreiben die Wissenschaftler jetzt, dass auch das Köpfen von Bällen beim Fußball die motorischen Fähigkeiten beeinträchtigt und Reaktionen verlangsamt. Die Forscher verglichen mit einem speziell entwickelten Eye-Tracking-Verfahren die Reaktionsfähigkeit von Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren, die schon lange Fußball spielten - und im Training regelmäßig Kopfbälle übten - mit einer Gruppe, die diesen Sport noch nie betrieben hatte.

Ergebnis: Während bei den Reflexen keine Unterschiede festzustellen waren, schnitten die Fußballspielerinnen bei gelenkten Aktionen des Gehirns, für die der Stirnlappen zuständig ist, deutlich schlechter ab. Der Effekt war übrigens den Angaben zufolge umso stärker, je länger die Mädchen schon Fußball spielten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)