28. Februar 2013

Anders als gedacht: Nach Ansicht von Forschern fördern instabile Lebensräume die Biodiversität

Lange hat man angenommen, dass stabile Umweltbedingungen über einen sehr großen Zeitraum gut für eine möglichst große Artenvielfalt sind - denn dann hätten Arten genug Zeit sich zu bilden und anzupassen.

Laut Wissenschaftlern der Senckenberggesellschaft für Naturforschung in Frankfurt legen neuste Forschungsergebnisse aber nahe, dass gerade in geologisch sehr jungen Regionen besonders viele Arten entstehen - zum Beispiel in Gebirgen. Das schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt "Geoscience".

Denn gerade die geologisch jungen Gebirge böten neue Nischenlebensräume für spezialisierte Arten, funktionierten als Brücken für die Ausbreitung von Tieren und Pflanzen, aber eben auch als Barrieren für Arten, die mit den Bedingungen im Gebirge nicht zurechtkämen. So hätten sie einen großen Einfluss auch auf die Biodiversität im angrenzenden Flachland.

Die Forscher plädieren deshalb dafür, dass sich Biologen und Geologen zusammen tun, um diese Effekte besser zu verstehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)