28. Februar 2013

Wissenschaftler: Berichterstattung über "Armutseinwanderung" häufig übrtrieben

Die Berichte waren häufig übertrieben und vermittelten ein falsches Bild.

Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung RWI, nachdem sie die mediale Bereichterstattung der letzten Wochen über die sogenannte Armutseinwanderung aus Ländern wie Bulgarien und Rumänien ausgewertet haben.

Die Forscher erklärten die Berichterstattung über das Thema zur "Unstatistik des Monats". Unter anderem bemängeln die Experten, dass pauschal alle Einwanderer aus den betroffenen Ländern als Armutsmigranten dargestellt wurden. Dabei gingen laut statistischen Daten 80 Prozent der Menschen, die 2007 aus Bulgarien und Rumänien nach Deutschland gekommen seien, einer Erwerbstätigkeit nach. 22 Prozent seien sogar Hochqualifizierte.

In der Reihe "Unstatistik des Monats" hinterfragt das RWI jeden Monat aktuelle Zahlen und ihre Interpretationen aus statistischer und psychologischer Sicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)