1. März 2013

Legaler Handel mit Nashörnern soll Bestand schützen

Ihr Horn ist wertvoller als Gold, Diamanten oder Kokain.

Der Biologe Duan Biggs von der Universität Queensland in Australien fordert nun, dass der Handel mit dem Horn des Nashorns legalisiert wird. In der Zeitschrift Science schreibt er, dies sei der einzige Weg, um den Bestand der Tiere in Afrika zu schützen. Je heftiger man gegen den Handel ankämpfe, desto wertvoller würden die Trophäen und desto profitabler werde auch der Handel damit. Der Biologe schlägt vor, Rhinozerosse eigens dafür zu züchten. Wenn man die Tiere betäubt, kann ihnen, laut Biggs, das Horn abgeschnitten werden, das dann nachwachsen kann. Mit der Legalisierung könne man zudem den Artenschutz finanzieren und einen Anreiz zum Erhalt der Tiere geben. Eine ähnliche Strategie habe sich auch schon bei Krokodilleder bewährt.

Über den Umgang mit der Nashorn-Wilderei sind sich die afrikanischen Länder nicht einig. Kenia will etwa ein generelles Exportverbot für die Trophäen erwirken, Swasiland und Südafrika erlauben den Handel teilweise.

Pulver aus dem Horn ist vor allem in Vietnam beliebt. Dort gilt es als Mittel gegen Fieber und gegen den Alkohol-Kater.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)