4. März 2013

HIV-infiziertes Kind laut US-Forschern praktisch geheilt

Eine Heilung für die Immunschwächekrankheit AIDS gibt es zwar noch immer nicht.

Aber US-Medizinern ist es nun nach eigenen Angaben erstmals gelungen, ein infiziertes Baby praktisch zu heilen. Sie erklärten auf einem Fachkongress in Atlanta, das HI-Virus sei zwar nicht vollständig aus dem Körper des Kindes verschwunden. Aber die Menge der Viren sei so gering, dass das Immunsystem des Kindes sie künftig ohne weitere Behandlung kontrollieren könne.

Das Kind hatte den Erreger bei der Geburt von seiner infizierten Mutter erhalten. Einen Tag nach der Geburt hatten die Ärzte mit einer Therapie begonnen. Dadurch reduzierte sich die Menge der Viren im Körper des Neugeborenen immer weiter, bis sie sich nach knapp einem Monat nicht mehr messen ließ.

Derzeit sterben weltweit jährlich rund 1,7 Millionen Menschen an AIDS und den Folgeerkrankungen. Die Zahlen der AIDS-Toten und der Neuinfektionen sind innerhalb eines Jahrzehnts aber deutlich gesunken.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)