4. März 2013

Deutsche Burschenschaft wird "kleiner und rechter"

Sie wird kleiner und rechter - und sie hat ihre prominentesten Streiter verloren.

Es geht um die Deutsche Burschenschaft, den größten Dachverband der Burschenschaften in Universitätsstädten. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" beschreibt, wie sich der Verband radikalisiert. Er schaffe es nicht, sich von rechtsextremem Gedankengut zu distanzieren. An der Spitze stehe außerdem eine Burschenschaft, die völkisches Gedankengut pflege und Vordenkern des Nationalsozialismus huldige. Mittlerweile hätten deshalb 20 Burschaften den Verband verlassen und einen neuen gegründet.

Dadurch sei jetzt auch das bekannteste Gesicht der Verbindungen nicht mehr in der Deutschen Burschenschaft. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer war demnach bisher der politisch ranghöchste Bursche. Er hatte in einem Zeitungsinterview gesagt, dass er rechtslastige Provokationen leid sei - und auch, immer in Verbandspostillen neben Logos und Politikern der NPD abgebildet zu werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)