5. März 2013

Kardinäle setzen "Vatileaks"-Affäre auf die Agenda

Für den ehemaligen Papst schien das Thema abgeschlossen, doch jetzt setzen die Kardinäle es auf die Agenda.

Bis zur Wahl eines neuen Papstes wollen die Kardinäle mehr zur "Vatileaks"-Affäre wissen. Laut Medienberichten erklärte ein französischer Kardinal, man wolle erfahren, was im Vatikan passiert, der in den letzten Jahren immer wieder erschüttert worden ist. Auch Kardinäle aus Südafrika und den USA fordern Aufklärung vor der Papstwahl. Wenn sie eine gute Entscheidung treffen wollten, müsse man über "Vatileaks" mehr Informationen haben.

In der "Vatileaks"-Affäre war der Kammerdiener des Kirchenoberhaupts wegen Diebstahls zu anderthalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte interne Dokumente an die Medien weitergegeben, in denen es unter anderem um Misswirtschaft im Vatikan geht.

Papst Benedikt der Sechzehnte hatte noch vor Ende seiner Amtszeit verfügt, dass ein Untersuchungsbericht zu der Affäre unter Verschluss bleibt und nur von seinem Nachfolger eingesehen werden kann. Seitdem wird spekuliert, was wohl in dem Geheimbericht steht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)