5. März 2013

Warum Brücken in Deutschland so marode sind

Um Brücken in Deutschland ist es gar nicht gut bestellt.

In den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren müssen laut Bundesbauministerium etwa 300 Stahlbrücken und 2.200 Spannbetonbrücken nachgebessert werden. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" beschäftigt sich mit der Frage, warum an so vielen Brücken Mängel entdeckt werden. Zum einen, so die Zeitung, sei man noch vor dreißig bis vierzig Jahren von viel weniger Verkehr ausgegangen. Außerdem habe ein LKW damals nur bis zu 26 Tonnen auf die Waage gebracht statt wie aktuell 44 Tonnen. Ein Vierzigtonner schade einer Brücke genauso viel wie 160.000 PKW.

Die "FAZ" beschäftigt sich auch mit den Baukonstruktionen selbst: Stahlbrücken seien oft mit schlechtem Stahl gebaut worden, Schwachstellen seien einfach nur verschweißt worden und führten jetzt zu Rissen. Bei Spannbetonbrücken seien die Betonschichten oft zu dünn: Streusalz kann eindringen und zu Rost führen. Die Zeitung bezeichnet Brücken in Deutschland wegen all dieser Probleme als "Achillesferse" des Landes.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)