5. März 2013

EADS-Chef kritisiert vor der Cebit Innovationslücke zwischen Luftfahrt und IT

Jede Spielekonsole ist moderner als der europäische Mars-Rover "Bridget".

Diese Worte stammen nicht etwa von einem Kritiker des Projekts, sondern von EADS-Chef Thomas Enders selbst. Er stellte das Mars-Fahrzeug des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns gestern bei der Eröffnungsfeier der Computermesse Cebit vor. "Bridget" könne zwar über Felsbrocken klettern und Löcher in den Mars bohren, doch die Prozessoren stammten aus den 90er Jahren.

Enders kritisierte, dass die Kluft zwischen der IT-Branche und der verarbeitenden Industrie immer größer werde. Die IT erneuere sich sehr schnell, die Produkte aber hätten ein viel längeres Leben. Wenn die Behörden zum Beispiel damit anfangen, ein neues Flugzeug auf seine Sicherheit zu prüfen, dann muss die Software von diesem Tag an eingefroren werden. Wenn der Flieger in den Dienst geht, dann ist die Software meist schon wieder veraltet.

Hier gibt's ein Bild von "Bridget".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)