5. März 2013
Für diese Studie haben sie mehr als 230 Kinder mit einer ADHS-Diagnose über Jahre begleitet.
Die US-Wissenschaftler aus Boston wollten wissen, wie sich die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung später auswirkt. Im Fachmagazin "Pediatrics" schreiben sie nun, dass fast 30 Prozent der Kinder auch später noch Symptome der Störung aufweisen. Und auch symptomfreie Betroffene sind laut der Forscher anfälliger für psychische Erkrankungen. Mehr als die Hälfte der Probanden litt zum Beispiel unter Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, Angststörungen oder Depression. Die Forscher weisen gleichzeitig darauf hin, dass es viele Menschen gibt, die mit einer ADHS-Diagnose sehr gut umgehen können. Wichtig sei eine schnelle Diagnose und Behandlung.
Erst im Januar hatten Ärzte davor gewarnt, eine "Generation ADHS" zu schaffen. Demnach haben AHDS-Diagnosen in den vergangenen Jahren um 42 Prozent zugelegt. Die Störung ist damit in Deutschland die häufigste psychische Erkrankung unter Kindern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)