5. März 2013
In Michael Endes Kinderbuchklassiker "Jim Knopf" wird Pfeife geraucht und Rum getrunken.
Das könnte dem Werk jetzt zum Verhängnis werden - zumindest in Russland. Das schreibt die Direktorin der Internationalen Jugendbibliothek in München, Christiane Raabe, in einem Beitrag für die "Süddeutsche Zeitung". Ihrzufolge droht "Jim Knopf" in Russland womöglich die Zensur. Der Grund: Seit Kurzem gibt es ein neues Gesetz, das Kinder vor "schädlicher Information" schützen soll. Verlage, aber auch russische Bibliotheken und Buchhandlungen müssen ab sofort alle Bücher mit einer Altersfreigabe von "18+" kennzeichnen, wenn in ihnen Gewalt geschildert oder Tabak und Alkohol konsumiert wird. Verstöße gegen das Gesetz sollen mit Geldstrafen geahndet werden. Auch "Jim Knopf" wäre unter dieser Maßgabe wegen des Pfeife-Rauchens und Rum-Trinkens künftig eigentlich erst ab 18 Jahren zugelassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)