5. März 2013
Böse sein tut weh.
Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Rochester in New York. Sie testeten das Verhalten von 150 Studenten bei Online-Spielen, in denen die Probanden entscheiden mussten, ob sie andere Spieler ausschließen. Außerdem wurden sie bei einigen Spielen selbst ausgeschlossen. Dabei zeigte sich, dass das Ausgeschlossen-Werden zu starkem Unwohlsein führte - neurologisch wurden die gleichen Hirnareale aktiv wie bei physischem Stress. Schlossen die Probanden andere Spieler aus, zeigte sich allerdings ein ähnliches Bild: Gemein sein war auch für den jeweiligen "Täter" unangenehm.
Die Forscher erklären das so: Jeder Mensch sei von Natur aus empathisch und ein soziales Wesen. Verhält er sich unsozial, fühle er Scham und Schuld und sich selbst ausgeschlossen.
Die Studie ist in der Fachzeitschrift "Psychological Science" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)