5. März 2013
Je ärmer ein Land, desto risikobereiter die Menschen.
Zu diesem Ergebnis kommen Ökonomen des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Sie untersuchten erstmals systematisch in 30 Ländern das Risikoverhalten der Bevölkerung. 3.000 Probanden bekamen nach und nach steigende Geldbeträge zur Verfügung gestellt. Jedes Mal mussten sie entscheiden, ob sie damit Lotto spielen oder es lieber fest anlegen.
Das Ergebnis: Die Probanden aus ärmeren Ländern spielten auch mit höheren Beträgen noch Lotto. Testpersonen aus reichen Ländern investierten sehr viel eher in feste Anlagen. Die größte Risikobereitschaft zeigten in der Studie Probanden aus Äthiopien, Nicaragua und Vietnam. Das geringste Risiko gingen die Testpersonen aus Deutschland ein.
Warum das so ist, wissen die Ökonomen nicht. Aus ihrer Sicht trägt Risikofreude aber zur wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes bei - vorausgesetzt, der Staat schafft die dafür nötigen stabilen Verhältnisse.
http://bibliothek.wzb.eu/pdf/2012/ii12-401.pdf
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)