5. März 2013

Kampf gegen Ansteckung: Kleine Geräte sollen Tuberkulose-DNA analysieren

Die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet das Problem nach wie vor als massiv. Etwa 8,7 Millionen Menschen infizieren sich jährlich mit Tuberkulose, mehr als eine Million sterben.

Die Zeitschrift "Technology review" berichtet jetzt über ein Modellprojekt in Südafrika, bei dem die Ausbreitung der Krankheit in ärmeren Ländern mit neuer Technik eingedämmt werden soll.

Kleine Geräte mit Namen "GeneXpert" soll Patienten schon Stunden nach der Untersuchung die Gewissheit geben, ob sie infiziert sind - und nicht wie sonst häufig erst nach Wochen oder Monaten. Dabei wird der Auswurf des Patienten auf TB-Bakterien untersucht. Gleichzeitig wird die DNA der Bakterien bestimmt und nach auf Mutationen gesucht, die gegen bestimmte Medikamente resistent machen. So könne schneller festgelegt werden, wie ein Erkrankter behandelt werden muss und Ansteckung von anderen könne vermieden werden.

Die Geräte wurden gemeinsam von öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen in den USA und der Schweiz entwickelt. Sie sollen so günstig sein, dass auch arme Länder sie verbreitet einsetzen können.

http://www.who.int/tb/publications/global_report/gtbr12_executivesummary.pdf http://www.heise.de/newsticker/meldung/Technisch-gestuetzter-Feldzug-gegen-Tuberkulose-1816281.html

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)