5. März 2013
Ob Bitcoins, Amazon Coins oder Facebook Credits - virtuelle Währungen dienen vor allem ihrem Herausgeber.
Denn je weniger sich Geld fassen lässt, desto spendabler und risikofreudiger werden die Konsumenten. Das sagte der Münchener Verhaltensökonom Martin Kocher im "Deutschlandradio Kultur". Dieses Muster nutzten Unternehmen aus, um ihre Profite zu steigern. Verbraucher im Netz sollten sich dieser Gefahr ständig bewusst sein. Allerdings haben virtuelle Währungen aus Kochers Sicht auch Vorteile. Zum Beispiel ließen sich damit die Einkäufe von Kindern im Netz beschränken.
Mit diesem Argument bewirbt Amazon auch seinen Amazon Coin, den es ab Mai geben soll. Über die Kreditkarte erwirbt man ein begrenztes Guthaben und bezahlt damit, bis es erschöpft ist. Bitcoins werden dagegen wie richtiges Geld in Online-Börsen gehandelt und in mehr als 20 verschiedene Währungen getauscht - "wie im Casino", sagt der Verhaltensökonom Kocher. Ihr Wert schwanke zum Teil ganz erheblich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)