6. März 2013

Forscher: Menschen mit Geisteskrankheiten werden häufiger ermordet

Von geisteskranken Mördern hört man immer wieder.

Es geht aber auch umgekehrt: Mörder töten offenbar unverhältnismäßig oft Menschen mit geistigen Krankheiten. Das zumindest berichten Forscher aus den USA und Schweden. Sie fanden heraus, dass unter den kürzlich Ermordeten in Schweden 22 Prozent unter geistigen Krankheiten litten. Diese Bevölkerungsgruppe wurde demnach fünf Mal häufiger Opfer von Mördern als der Durchschnitt.

Weit vorn lagen den Forschern zufolge Menschen, die eine Psychose durch Medikamentenmissbrauch entwickelt hatten. Aber auch depressive, schizophrene oder Menschen mit Angststörungen traf es zwei- bis dreimal häufiger.

Über die Gründe lässt sich den Wissenschaftlern zufolge nur spekulieren. Möglicherweise stünden Menschen mit geistigen Erkrankungen eher in Kontakt mit anderen geistig Erkrankten. Oder sie seien sich einer Gefahr weniger bewusst als die durchschnittliche Bevölkerung.

http://www.eurekalert.org/pub_releases/2013-03/bmj-pwm030513.php

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)