6. März 2013
"Unter 3" - dieses Label tragen Hintergrundgespräche mit Journalisten, aus denen nichts nach außen dringen darf.
Gegen diese Regel soll "Der Spiegel" verstoßen haben. Der Vorstand der Bundespressekonferenz wirft dem Magazin vor, von einem "Unter 3"-Gespräch mit Verfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle berichtet zu haben. Die vereinbarte Vertraulichkeit sei verletzt worden, heißt es. Und weiter: Der Fall sei in der mehr als 60-jährigen Geschichte der Bundespressekonferenz beispiellos.
Der Verein wurde 1949 gegründet. In ihm sind mehr als 900 Journalisten organisiert, die hauptberuflich für deutsche Medien aus Berlin berichten.
Der "Spiegel" bezeichnete den Rüffel als "absurd". Im Heft sei Voßkuhle weder wörtlich noch indirekt zitiert worden. Nach Darstellung des Magazins müssen dafür andere geplaudert haben. Das Hintergrundgespräch sei tags drauf auf den Fluren des Bundestags diskutiert worden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)