6. März 2013
In die Diskussion über Klarnamen im Netz hat sich jetzt auch einer der "Väter des Internet" eingeschaltet.
Vint Cerf hat sich dagegen ausgesprochen, Nutzer in sozialen Netzwerken dazu zu zwingen, ihre echten Namen zu nennen. Der 69-jährige US-Amerikaner sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dies gelte vor allem für autoritär regierte Länder, in denen Menschen durch die Preisgabe ihres Klarnamens in Schwierigkeiten geraten könnten.
Grundsätzlich sei er aber dafür, die Authentifizierung durch echte Namen voranzutreiben. Dies tun derzeit vor allem Cerfs aktueller Arbeitgeber Google sowie Facebook mit dem Argument einer größeren Transparenz im Netz. Kritiker glauben aber, dass die beiden Konzerne dadurch lediglich höhere Werbeeinnahmen erzielen wollen.
Vint Cerf erfand in den 70er Jahren zusammen mit anderen die sogenannten Internet-Protokolle, die die Basis für Kommunikation im Netz darstellen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)