7. März 2013

Salz könnte Auto-Immun-Krankheiten befördern

Salz ist essenziell, hat aber einen schlechten Ruf.

Schon lange wird gewarnt, zu viel davon, kann zu Bluthochdruck führen und das Herz belasten. Es gibt offenbar noch eine weitere Schattenseite. Salz soll Auto-Immun-Krankheiten wie Multiple Sklerose und Rheuma verstärken. Darauf deuten drei Studien an Zellkulturen und mit Mäusen hin, die im Magazin "Nature" veröffentlicht wurden.

US-Wissenschaftler fanden heraus, dass, wenn sie mehr Salz in die Petrischale gaben oder den Mäusen verabreichten, auch der Anteil von bestimmten T-Zellen stieg. Diese Zellen sind bei Immunreaktionen beteiligt. Gibt es zu viele von ihnen, greifen sie auch körpereigenes Gewebe an. Das ist bei Krankheiten wie MS und Rheuma der Fall.

Die Forscher betonen, noch sei nicht klar, ob der beschriebene Effekt auch beim Menschen eintritt. Das müssten weitere Studien zeigen. Außerdem könnte Salz nie der alleinige Auslöser für solche Krankheiten sein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)