7. März 2013

Republikaner redet fast 13 Stunden im US-Senat

Es klingt bizarr, soll aber eine der ältesten Traditionen des US-Senats sein: das Dauerreden - auch Filibuster genannt.

Der republikanische US-Senator Rand Paul hat genau das getan. Er hat sich vor die Parlamentskammer gestellt und geredet - fast 13 Stunden lang. Kurz nach Mitternacht (Ortszeit) hat er die Aktion beendet. Dem Sender "Fox News" sagte er danach: "Meine Beine Schmerzen, meine Füße schmerzen, im Augenblick tut mir alles weh".

Pauls Ziel war es, die für heute geplante Ernennung von John Brennan zum neuen CIA-Chef hinauszuzögern. Er wollte so dagegen protestieren, dass die USA Drohnen auch im Inland einzusetzen.

Im US-Senat gilt die Regel, dass ein Redner bis zur Erschöpfung sprechen darf. Die übrigen 99 Senatoren dürfen ihm das Wort nicht entziehen. Den bisher längsten Filibuster gab es 1957, die Rede dauerte mehr als 24 Stunden. In ihr verteidigte der Senator Strom Thurmond die Rassentrennung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)