8. März 2013
Die Erwartungen waren groß.
Schließlich geht es um den Wostok-See in der Antarktis - und der gilt als ein Gewässer der Urzeit: Seit mehr als 120.000 Jahren liegt er unter einer dicken Eisschicht, die ihn von der Umwelt trennt. Möglich also, dass dort unbekannte Lebensformen unterwegs sind, so die Vermutung der Forscher.
Als erste haben nun russische Wissenschaftler die Analyse von Wasserproben abgeschlossen. Wie die britische "BBC" berichtet, stießen sie dabei auf Erbgut, von dem sie annehmen, dass es von einer neuartigen Bakterienart stammt. Die DNA stimme zu weniger als 86 Prozent mit bisher bekannten Sequenzen überein. Nach Angaben der Forscher betrachtet man einen Organismus bereits bei rund 90 Prozent Übereinstimmung als unbekannt.
Eine neue Art von Mikroorganismen wäre für die Forscher vor allem wegen der sehr schwierigen Lebensbedingungen interessant. Das Wasser im Wostok-See ist frostig kalt und nur wegen des hohen Drucks noch flüssig. Nährstoffe gibt es kaum, dafür ist der See reich an Stickstoff und Sauerstoff.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)