8. März 2013
Auch Präsidenten können Fehler eingestehen.
Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hält das von ihm unterzeichnete Gesetz gegen die Homo-Ehe inzwischen für diskriminierend. Clinton hat 1996 den "Defense of Marriage Act" unterschrieben, der die Ehe ausschließlich als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert. Heute schreibt er in einem Beitrag für die "Washington Post", das Gesetz sei nicht vereinbar mit der Verfassung der USA. Der Oberste Gerichtshof berät über diese Frage am 27. März.
Clinton weist darauf hin, dass gleichgeschlechtliche Paare inzwischen in neun US-Bundesstaaten legal heiraten dürfen, ihnen aber die Vorteile von mehr als tausend bundesstaatlichen Verordnungen und Programmen verweigert werden. Unter anderem könnten sie keinen unbezahlten Urlaub nehmen, um den kranken Partner zu pflegen und seien bei Krankenversicherungen und Pensionen benachteiligt.
Zu seiner Entschuldigung führt Clinton an, dass nur 81 von 535 Kongressmitgliedern gegen das Gesetz waren, als es ihm zur Unterschrift vorlag.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)