8. März 2013

Genitalverstümmelung als Diagnose anerkennen

Die Bundesärztekammer will in Zukunft anders mit Genitalverstümmelungen bei Frauen umgehen.

Sie sollen als eigene Diagnose anerkannt werden. Die Ärztekammer unterstützt damit eine Initiative der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes. Der Chef der Bundesärztekammer Ulrich Clever sagte, Genitalverstümmelung sei eine schwere Menscherechtsverletzung mit lebenslangen Folgen für die Gesundheit der Betroffenen. Mit einem eigenen Diagnoseschlüssel könnten Ärzte endlich eine klare diagnostische und therapeutische Zuordnung treffen.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO leben weltweit 140 Millionen Frauen mit verstümmelten Genitalien - vor allem im nordöstlichen Afrika. Die EU-Kommission hat zum heutigen Weltfrauentag eine Initiative für den Kampf gegen Genitalverstümmelung gestartet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)