8. März 2013
Tabletten allein sind keine Lösung.
Fachärzte sind der Ansicht, dass Kindern und Jugendlichen viel zu oft Medikamente gegen die Aufmerkasamkeits- und Hyperaktivitätsstörung ADHS verschrieben werden. Beim Jahreskongress der Gesellschaft der Kinder- und Jugendpsychiater in Rostock wurde der Vorwurf laut, dass die Hälfte der Rezepte von Kinder- und Hausärzten stammten, die nicht immer gründliche Diagnosen stellten.
Jörg Fegert, ärztlicher Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Ulm, sagte, es gebe keine Zweifel, dass die Arzneien für die richtigen Patienten eine positive Wirkung hätten. Er forderte aber alle Mediziner auf, bei der Verschreibung die Leitlinien streng einzuhalten. Manche Ärzte würden Medikamente nur verschreiben, um zu prüfen, ob sie etwas bringen. Nach den Vorstellungen der Psychiater müssten sie aber in ein mehrstufiges Behandlungskonzept gegen ADHS eingebunden sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)