11. März 2013

Schmelzende Gletscher in Grönland lassen Algen blühen

Das Wasser rund um Grönland enthält immer mehr Eisen.

Das ist nach Ansicht von Wissenschaftlern ein Nebeneffekt davon, dass aufgrund des Klima-Wandels Gletscher schmelzen. Denn das Schmelzwasser spült nicht nur jede Menge Süßwasser in den Nordatlantik, sondern auch Nährstoffe. Wie die Forscher aus Kanada und den USA im Magazin "Nature" berichten, enthält das Wasser rund um die Gletscher zehn Mal mehr Eisen als bisher gedacht. Zuvor hatten sie beobachtet, dass nach einem warmen Frühjahr die Algen dort besonders stark blühten. Für Algen ist Eisen ein essenzieller Nährstoff. Bisher kam der vor allem aus Staub in der Luft. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die tauenden Gletscher in Zukunft zur wichtigsten Nährstoffquelle für das eher karge Polarmeer werden und dass es dort bald viel mehr Algen geben wird als jetzt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)