11. März 2013

Politikwissenschaftler Kiszely: Ungarische Politik versucht ihre Grenzen auszuweiten

Ungarn ist momentan ein "Laboratorium" der Politik.

Dieser Ansicht ist der ungarische Politikwissenschaftler Zoltán Kiszely. Im Deutschlandradio Kultur erklärte er, die ungarische Politik versuche ihre Grenzen auszuweiten. Und das passiere auf Kosten anderer Subsysteme, wie der Wirtschaft oder der Justiz.

Das Parlament in Budapest stimmt heute darüber ab, ob die Verfassung geändert werden soll. Das würde unter anderem die Freiheit der Justiz und der Hochschulen einschränken. Gegen die Pläne gibt es Proteste - sowohl aus der ungarischen Bevölkerung als auch der Europäischen Union. Kiszely glaubt, dass diese Kritik die Regierung nicht beeindrucken wird. Im Gegenteil: Das stärke nur den Zusammenhalt im Lager von Ministerpräsident Viktor Orbán.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)