11. März 2013
Nach Ansicht der saudischen Behörden gibt es zu wenige Scharfrichter.
Deswegen erwägt ein Gremium aus Behördenvertretern nun, zum Tode Verurteilte künftig erschießen zu lassen. Bisher werden sie mit dem Schwert geköpft. Wie die saudische Zeitung "Al-Yaum" berichtet, kommt es dadurch immer wieder zu Verzögerungen. Dem Gremium zufolge wären Erschießungen aus Sicht der islamischen Scharia eine denkbare Alternative, um Zeit zu sparen.
In Saudi-Arabien wird die Todesstrafe unter anderem wegen Mordes, Drogenhandels, Vergewaltigung und angeblicher Zauberei verhängt. Nach Angaben von Human Rights Watch wurden dort im vergangenen Jahr mindestens 69 Menschen hingerichtet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)